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Die Mode-Industrie boomt und mit ihr die Modefotografie. Zunächst zum Zwecke der Werbung und des Verkaufs gedacht, begnügt sie sich längst nicht mehr mit dem einfachen Ablichten der Kleidermode, sondern avancierte in den vergangenen Jahren mehr und mehr zur eigenen Kunstform.
Die Grenze zwischen Werbung und Kunst verwischt zunehmend. Noch nie hat Werbung unsere Vorstellungen von Schönheit, Stil und Trends so bewusst und mit Hilfe von Marketingstrategien geprägt wie heute. Längst nicht mehr nur Werbung, beeinflussen Bilder von makellosen Models unsere Gesellschaft und unser Schönheitsideal.
Die Vorläufer der ersten Modefotografien stammen aus dem Jahr 1856. Eine toskanische Edeldame führte damals auf 288 Fotografien ihre Garderobe vor und wurde das erste Fotomodell der Geschichte.
Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs verlagerte sich der Schwerpunkt der Modefotografie von Europa in die USA, wo große Magazine wie Vogue und Harper´s Bazaar um den Markt konkurrierten. Die Modefotografie löste sich aus den starren Vorgaben und entwickelte eine eigene Bildsprache.
Heute ist die Modefotografie so vielfältig wie die Mode selbst. Sie spielt mit den Möglichkeiten und erfindet sich immer wieder neu. Längst ist sie nicht mehr nur noch Werbung. Modefotografie inspiriert, sie unterhält, sie provoziert, sie reflektiert, sie verkauft, doch vor allem erzählt sie ihre ganz eigene Geschichte.
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